Einsatzarchiv:

Tag, Datum: 31.12.1999 Einsatznummer: 120
Ort: Robert - Schumann Ring Stichwort:

f2

Meldung: Dachstuhlbrand
Kräfte: viele
Fahrzeuge Kriftel: ELW, LF16, TLF16, TroTLF16
Andere Kräfte: Feuerwehr Hofheim, Rettungsdienst, Polizei
   
Maßnahmen:

Die Feuerwehr wurde in diesem Jahr zu ihrem letzten Einsatz über Sirene gerufen. Das Einsatzstichwort lautete „Wohnungsbrand, Robert-Schumann Ring 112“. Schon auf der Anfahrt sah man eine dicke Rauchsäule über den Reihenhäusern stehen. Als die ersten Kräfte an der Einsatzstelle eintrafen schlugen die Flammen bereits aus dem Dachstuhl eines der mittleren Reihenhäuser. Während sich die ersten Trupps mit Atemschutzgeräten, ausrüsteten wurde durch die Leitstelle auf Anforderung des Zugführers 2. Alarm gegeben, sowie der Löschzug der Stadt Hofheim nachgefordert. Der Gemeindebrandinspektor  Thomas Rieger  fuhr nach dem Stichwort 2.Alarm von seiner Dienststelle, der Rettungsleitstelle des Kreises, ebenfalls zum Einsatzort und übernahm dort mit seinem Stellvertreter Erwin Hahn die Einsatzleitung.

Parallel zu zwei C-Strahlrohren im Innenangriff des Brandhauses (Nr.112) wurde ein Löschangriff von über den Garten vorgenommen. Bei dem Brandraum handelte es sich um ein ausgebautes Dachgeschoss mit Schrägen, vielen Ecken und Nischen. Auf kleinsten Raum wurden jede Menge Elektroartikel (TV, Video, PC, Stereoanlage...) vorgefunden. Zusätzlich lagerten viele Möbel und Einrichtungsgegenstände kreuz und quer in dem Gebäude. Allerlei Hausrat und Styroporplatten lagerten auf dem Dachboden, welche den Flammen gute Nahrung boten. Durch den Dachstuhl schlug das Feuer auf den Dachboden des Nachbarhauses über, auch hier ist der Dachstuhl mit Styropor ausgekleidet. Dieser Brand konnte durch einen Trupp im Innenangriff jedoch schnell gelöscht werden. Zeitgleich wurde dann noch ein Strahlrohr über die Drehleiter eingesetzt.

Anschließend musste ein Teil des Daches der beiden Häuser abgedeckt werden um einzelne Glutnester abzulöschen. Diese Nachlöscharbeiten dauerten noch einige Zeit an und gestalteten sich wegen der Einsturzgefahr als sehr schwierig. Der Sachschaden wird von der Polizei auf ca. 1 Mio DM geschätzt.

Nach Auskunft der Polizei war bereits eine Stunde vor Alarmierung der Feuerwehr Brandgeruch durch den Hausbewohner festgestellt worden. Dieser suchte jedoch erst alleine und vergeblich nach dem Brandherd. Hinzu kommt noch, dass alle Anrufer erst die Polizei über Notruf informierten, keiner wählte den Notruf der Feuerwehr ( Telefon 1 1 2) direkt an! Erst die Polizei informierte dann die Leitstelle Main-Taunus, diese wiederum löste den Alarm für die Feuerwehr aus. Das hierbei wertvolle Zeit verloren ging, dürfte verständlich sein !

Nach drei Stunden konnten die Einsatzkräfte den Schadensort wieder verlassen. Eingesetzt wurde die Feuerwehr Kriftel, Sonderfahrzeuge der Feuerwehr Hofheim, Rettungsdienst MTK, DRK OV Kriftel und Polizei mit insgesamt 50 Einsatzkräften.

 

   
Bilder:
Bild4.jpg Bild7.jpg Bild9.jpg Bild10.jpg
Bild20.jpg Bild22.jpg PIC00016.jpg