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Die
Feuerwehr wurde in diesem Jahr zu ihrem letzten Einsatz über Sirene gerufen.
Das Einsatzstichwort lautete „Wohnungsbrand, Robert-Schumann Ring 112“.
Schon auf der Anfahrt sah man eine dicke Rauchsäule über den Reihenhäusern
stehen. Als die ersten Kräfte an der Einsatzstelle eintrafen schlugen die
Flammen bereits aus dem Dachstuhl eines der mittleren Reihenhäuser. Während
sich die ersten Trupps mit Atemschutzgeräten, ausrüsteten wurde durch die
Leitstelle auf Anforderung des Zugführers 2. Alarm gegeben, sowie der Löschzug
der Stadt Hofheim nachgefordert. Der Gemeindebrandinspektor
Thomas Rieger fuhr nach dem
Stichwort 2.Alarm von seiner Dienststelle, der Rettungsleitstelle des Kreises,
ebenfalls zum Einsatzort und übernahm dort mit seinem Stellvertreter Erwin Hahn
die Einsatzleitung.
Parallel
zu zwei C-Strahlrohren im Innenangriff des
Brandhauses (Nr.112) wurde ein Löschangriff
von über den Garten vorgenommen. Bei dem Brandraum handelte es sich um ein
ausgebautes Dachgeschoss mit Schrägen, vielen Ecken und Nischen. Auf kleinsten
Raum wurden jede Menge Elektroartikel (TV, Video, PC, Stereoanlage...)
vorgefunden. Zusätzlich lagerten viele Möbel und Einrichtungsgegenstände
kreuz und quer in dem Gebäude. Allerlei Hausrat und Styroporplatten lagerten
auf dem Dachboden, welche den Flammen gute Nahrung boten. Durch den Dachstuhl
schlug das Feuer auf den Dachboden des Nachbarhauses über, auch hier ist der
Dachstuhl mit Styropor ausgekleidet. Dieser Brand konnte durch einen Trupp im
Innenangriff jedoch schnell gelöscht werden. Zeitgleich wurde dann noch ein
Strahlrohr über die Drehleiter eingesetzt.
Anschließend
musste ein Teil des Daches der beiden Häuser abgedeckt werden um einzelne
Glutnester abzulöschen. Diese Nachlöscharbeiten dauerten noch einige Zeit an
und gestalteten sich wegen der Einsturzgefahr als sehr schwierig. Der
Sachschaden wird von der Polizei auf ca. 1 Mio DM geschätzt.
Nach
Auskunft der Polizei war bereits eine Stunde vor Alarmierung der Feuerwehr
Brandgeruch durch den Hausbewohner festgestellt worden. Dieser suchte jedoch
erst alleine und vergeblich nach dem Brandherd. Hinzu kommt noch, dass alle
Anrufer erst die Polizei über Notruf informierten, keiner wählte den Notruf
der Feuerwehr ( Telefon 1 1 2) direkt an! Erst die Polizei informierte dann die
Leitstelle Main-Taunus, diese wiederum löste den Alarm für die Feuerwehr aus.
Das hierbei wertvolle Zeit verloren ging, dürfte verständlich sein !
Nach drei Stunden konnten die Einsatzkräfte den
Schadensort wieder verlassen. Eingesetzt wurde die Feuerwehr Kriftel,
Sonderfahrzeuge der Feuerwehr Hofheim, Rettungsdienst MTK, DRK OV Kriftel und
Polizei mit insgesamt 50 Einsatzkräften.
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